Dienstag, 28. August 2018

Text - Eröffnungsfeier vom 25.08.18 im Palais Estrich Schloss Sargans

Früh kamen die ersten Besuchenden in das Schloss Sargans und genossen den mystischen
Ort, bevor sie über die steilen Holztreppen den Palais Estrich erklommen. Den danach
erreichten historische Estrich, gebaut im 16. Jahrhundert, begeisterte die Ankommenden.
Diese zeigten offen ihr Gefallen für den Ort der Ausstellung "Art im Dialog" auf.

Interessiert wurden bei einem Rundgang die Bilder der Ausstellung betrachtet und alle
fanden in der Vielfalt von Gestaltungsarten etwas das ihnen gefiel. Da sich die meisten
der Besuchenden vom Glarnerland her kannten, entstanden rege Gespräche.

Der Schlossvogt Heinz Lutz begrüsste alle Anwesenden.
Diese beinhaltete seine Verbundenheit mit dem kulturellen Austausch in der Vielfalt von bildlichen Gestaltungen. "Kunst ist, was gefällt." Es war ihm wichtig alle beteiligten Künstlerinnen namentlich
zu erwähnen und persönlich willkommen zu heißen. Dies wurde mit dem Geschenk einer Rose
für alle der Teilnehmenden bekundet.

Die Initiantin, (Konzept & Organisation) Barbara Streiff, bedankte sich bei der Ortsgemeinde
Sargans, Südkultur, Kulturelles Leben des Kantons Glarus für die ideelle und finanzielle
Unterstützung des Projektes "Art im Dialog". Sie sagte; es sei wohl die Umgebung Sargans,
das Doppeltor zu den Alpen, das die Menschen hier offen seien für neue Ideen.

"Mir chänd usem Glarnerland, da wo jedä jedi jedä kännt". Das Tal ist traumhaft, jedoch eng,
da rundherum die hohen Berge. Der Dialog findet bei uns in alltäglichen Begegnungen statt.
Die Leute mit denselben Interessen bildeten oft Gruppen um sich gegenseitig auszutauschen und Neuigkeiten zu erfahren. Bei uns werden Nachrichten noch getrommelt oder weitergesagt
und so wussten Alle kulturell interessierten, dass im Schloss oben eine Ausstellung Art im Dialog ist,
nicht nur aus der Zeitung.

Vor 25 Jahren, kam Barbara Streiff, nach 7 Jahren des Arbeitens mit berufsbegleitender Weiter-   
bildung in der Kunst, von Zürich zurück ins Ländli und baute mit all dem erlernten Wissen und
Erfahrung als Kunstschaffende mit Ausstellungen im Dachstock des Bahnhof Glarus ein kulturelles Zentrum auf. Die meisten der am Art Dialog beteiligten wie Marina Hauser, Barbara Hollenstein
und Heidi van Sprundel kenne sie aus dieser Zeit. Sie bekundete allen Künstlerinnen ihre Achtung
und Respekt, vor der Entwicklung eigener Techniken und dem individuellem Ausdruck. Sie fördere
in der Kunstvermittlung gerne Kunstschaffende, die aus dem Inneren heraus schaffen, sowie sich
bemühen eigene Techniken zu erarbeiten.
Sie bedankte sich für das Vertrauen, dass sie am Projekt Art im Dialog teilnehmen würden.

Die Ausstellung sei im Dialog der unterschiedlichsten Gestaltungsarten installiert worden um
das Verbindende aufzuzeigen. Wie sie beim Rundgang sehen konnten, ist dies sichtbar geworden.
Esther Koroma würde danach den Text, den sie zum Arbeitsprozesses des Dialoges zum
kulturellen Austausch der Beteiligten geschrieben hat vorlesen.

Die anwesenden Künstlerinnen stellten sich selbst dem Publikum vor. Dabei entstand ein
interessanter Einblick in ihr Schaffen. Sei dies die Vorlesung von Esther Koroma, die in ihrem
Text, originale Dialoge aus dem Prozess der Vorbereitung auf humorvolle Weise präsentierte.
Die performative Art der Vorlesung fesselte die Anwesenden in seiner Einzigartigkeit.

Die akademische Künstlerin Marina Hauser, schilderte ihre mit persönlichen Erlebnissen
verbundene Annäherung zum Thema. Ihr Beitrag sind "Reality Bytes" im Dialog mit der
Umgebung des Schlosses Sargans.

Es folgte ihr die gegenüberstehende Künstlerin Erica Hauser, eine passionierte Bäuerin, die erfolgreich ihre Kühe malt. Sie beeindruckte die Betrachtenden anhand des lebendigen 
Ausdrucks der Tiere und der autodidaktisch selbst erarbeiteten Technik.

Ebenso Giulietta Valentina, mit nahezu realistischen Portraits präsent, baut auf einen 
Hintergrund von surrealistischer Maltechnik auf, welches in der Kombination wohl 
einmalig ist. Da sie als Optikerin, oft auch in der Werbung arbeitet, sind diese Portraits 
meist mit Brillen versehen. Diese zwei Künstlerinnen wurden von ihrer ehemaligen 
Dozentin im bildlichen Gestalten, Barbara Streiff vorgestellt.

Zwei im Beruf sich nahestehende Kunstschaffende waren Barbara Hollenstein und 
Vanessa NesnidalSie stehen in der Ausstellung im Dialog. Die Bekleidungsgestalterin und 
die Textildesignerin tangieren sich thematisch in ihren Gestaltungen. Ihre Verbundenheit mit 
den Werken, die neben der beruflichen Ausübung, ebenso dem Suchen und Erlebten des Alltags entspringen, beeindrucken. Selbstbewusst stellten sich die beiden Künstlerinnen in einfacher 
und klarer Aussage dem Publikum vor.
Heidi van Sprundel zeigte dagegen ihre Leidenschaft der Malerei blumig und temperamentvoll
auf und verzauberte die Zuhörer.
Steve Nann stellte seine am Art Dialog beteiligte Frau Judith Nann vor. Sie wären beide im
Beruf als LehrerIn tätig gewesen und hätten im Gestalten unterrichtet, daher würden sie sich                        oft von bestehenden Kunstwerken inspirieren lassen und diese weiterentwickeln.
Judith experimentiere mit Ton, integriere verschiedene Materialien und alltägliche Gegenständen
in ihre Objekte. Die Produkte, die sie in der Ausstellung aufzeige, seien die Spitze des Prozesses.
Sie würde jedoch nicht darauf bestehen, diese als Kunstwerke zu benennen.
Steve Nann sagte; er finde es sei "berechtigt", dass die Glarner Kunstschaffenden hier im Schloss
Sargans ausstellen dürfen, so dass sie auch "im Ausland" vertreten sind.
Abschließend sprach Heinz Lutz zur Geschichte des Schlosses Sargans und das die Glarner
ihnen einst geholfen haben das Schloss zu restaurieren.
Es entstand ein intensiver Dialog zwischen den Künstlerinnen und den Besuchenden der
Ausstellung.
Der Anlass wurde mit einem gemeinsamen Nachtessen im Schlossrestaurant abgerundet.

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